Sommersymposium rückt Strukturbiologie in den Fokus

26. Juni 2026

Internationale Gäste aus Forschung und Industrie diskutierten aktuelle Entwicklungen der Strukturbiologie – alle verbindet eine gemeinsame Geschichte mit dem Max-Planck-Institut für medizinische Forschung.

Es gibt wissenschaftliche Verbindungen, die über Jahrzehnte bestehen und Forschung prägen. Das zeigte das diesjährige Sommersymposium des Max-Planck-Instituts für medizinische Forschung eindrucksvoll: Sechs externe renommierte Gäste – vorrangig aus der Wissenschaft, aber auch aus der Industrie – sowie Ilme Schlichting, Direktorin am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung, sprachen über ihre Arbeit im Bereich der Strukturbiologie.

Starkes wissenschaftliches Netzwerk

Für das Symposium kehrten die externen Speaker*innen an ihre frühere Wirkungsstätte zurück: Fünf von ihnen haben selbst am Institut unter Ilme Schlichting in ihrer Abteilung Biomolekulare Mechanismen geforscht; der sechste Gastredner Joachim Ullrich, früherer Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, hat mit ihr zusammen maßgeblich das Forschungsfeld der Biowissenschaften vorangetrieben.

Strukturen entschlüsseln, Mechanismen verstehen

Als Physiker verlieh Joachim Ullrich dem Programm zusätzliche fachübergreifende Impulse. Im Mittelpunkt des Vortrags, den er sich mit Ilme Schlichting teilte, stand die Entwicklung so genannter X-FELs: X-Ray Free Electron Laser, auf Deutsch Röntgen-freie Elektronen-Laser, mit denen Wissenschaftler*innen die Strukturen zum Beispiel von Proteinen durchleuchten, ihre Mechanismen beobachten und verstehen können.

Wissenschaftliche Exzellenz mit nachhaltiger Wirkung

Wer auf das Programm des Sommersymposiums blickte, erkannte schnell einen weiteren roten Faden: Exzellente Forschung beginnt oft an einem Ort, entfaltet ihre Wirkung jedoch weltweit. Die eingeladenen Referent*innen tragen heute an führenden Universitäten, Forschungseinrichtungen oder Unternehmen Verantwortung gestalten die Zukunft ihres Fachgebiets. Dass die meisten von ihnen wegweisende Jahre ihrer wissenschaftlichen Laufbahn am Institut erlebt haben, verlieh der Veranstaltung eine besondere Atmosphäre.

Mit der Kombination aus wissenschaftlicher Exzellenz und persönlichen Verbindungen zeigte das Sommersymposium, wie Forschung, die am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung ihren Ausgang nahm, die Strukturbiologie bis heute mitprägt, und wie nachhaltige wissenschaftliche Netzwerke entstehen.

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